ENDURO Oktober/2001

...Der Einbau des Nology-Kabels erfolgt denkbar einfach: Serienkabel entfernen, Nology-Kabel mit der Zündspule verbinden. Allerdings hat dieses Kabel einen zusätzlichen Masseanschluss, der im vorliegenden Fall an eine Befestigungsschraube des Ventildeckels gelegt wurde. Übers Startverhalten, den ersten Punkt der Verbesserungsliste, lässt sich nichts sagen. Denn das Startverhalten der KTM ist schon im Originalzustand optimal. Anders aber der Fahreindruck: Der Motor hängt spürbar besser am Gas und fühlt sich deutlich lebendiger an. Das zeigt sich auf einigen häufig gefahrenen Streckenpassagen, vor allem bergauf, in einem kleinen Geschwindigkeitszuwachs. Um die bedienungsbedingten kleinen Schwankungen einer normalen Beschleunigungsmessung aus dem Stand auszuschließen, führten wir eine Elastizitätsmessung im vierten Gang von 80 bis 120 Stundenkilometer durch. Wie die Messergebnisse ( 5,4s anstelle 5,8s ) zeigen, ist also ein Vorteil durch das Nology-Kabel nicht nur fühlbar, sondern durchaus belegbar....Der interessanteste Aspekt dürfte allerdings der Verbrauch sein: Mit dem Wunderkabel konsumierte die KTM auf unserer permanenten Meßstrecke exakt einen halben Liter weniger auf 100 Kilometer als serienmäßig: 6 anstatt 6,5 Liter. Dieser um fast 8 Prozent günstigere Verbrauch ist beachtlich und lohnt im Grunde schon die Anschaffung des Nology-Zündkabels. 7,4 Prozent beträgt immerhin die Verbesserung der Beschleunigung im erwähnten Bereich, während sich der Zuwachs an Höchsttempo auf 1,3 Prozent beschränkt. Stellt man Kaufüberlegungen nach rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten an, dann hätte sich dank günstigerem Verbrauch das neue Zündkabel nach rund 11000 Kilometern amortisiert. Nicht zu verachten, vielleicht sogar viel wichtiger ist aber der Zugewinn an Fahrspaß durch den spontaner und lebendiger angreifenden Motor.


DER SYBURGER - MOTORRAD SZENE FEBRUAR / 2000

... ausprobiert haben wir die “hochspannungskabel“ an drei verschiedenen Fahrzeugen: Einer Moto Guzzi T5, einer Yamaha TT 600 und einer 99er Buell. Die mit zwei Nology-Zündkabeln ausgestatte T5 mußte sich einem Test auf einem KFZ-Prüfstand unterziehen. Die Ergebnisse waren eindeutig: Das originale Zündkabel mit einer NGK BP6ET Zündkerze hat einen Widerstand von 4,58 Kiloohm, HotWire hat mit der empfohlenen Beru Silverstone-Kerze einen Widerstand von lediglich 0,516 Kiloohm. Bei der Messung der Zündspannung machte der Werkstattmeister große Augen: Belief sich der Wert des Original-Satzes noch auf 18000 bis 20000 Volt, sprengten die Nology-Kabel den Rahmen des auf 40000 Volt begrenzten Messgeräts. 60000 bis 90000 Volt sind daher durchaus realistisch. Die angeschlossene Lambda-Sonde registrierte zudem einen Wert von 0,95 anstelle der ursprünglichen 0,82, was dem verbrennungstechnischen Optimum von Lambda 1 sehr nahe kommt - ohne die Vergaser nachzujustieren. Im Klartext bedeutet dies: vollständigere Verbrennung, weniger Rückstände im Abgas und weniger Benzinverbrauch.

... das soweit zur Technik, was genau aber bringt es in der Praxis? Das Startverhalten ist eindeutig verbessert. Die Guzzi und die Buell “kommen“ sofort und laufen runder, die TT läßt sich sogar mit so wenig Kraftaufwand antreten, daß selbst ein von Hand bewegter Kickstarter den 600er Einzylinder zum Leben erweckt. Der Fahrtest der drei Maschinen fällt dagegen recht unterschiedlich aus: Die Guzzi legt ebenso wie die TT nur etwas an Drehmoment zu, eine direkte Leistungssteigerung ist jedoch nicht zu spüren. Anders dagegen der Buell-V2: er gewinnt deutlich an Drehmoment und Leistung.




BIKER BOERSE JANUAR / 2000

... zu Testzwecken haben wir die passgenauen Nology-Zündkabel und die vom Hersteller empfohlenen Beru-Silverstone-Kerzen mit 0,8mm Elektrodenabstand an einem 1000er BMW-Zweiventil-Boxer installiert. Die Massekabel wurden an den Ventildeckelbolzen festgeschraubt. Für die Umrüstzeit ist kaum mehr als eine halbe Stunde einzukalkulieren. Zum Vergleich der Zündfunken verwendeten wir vor und nach dem Umbau einen handelsüblichen "Flashtester". Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Der Zündfunke war um ein vielfaches stärker und überbrückte eine größere Entfernung. In der Folge sprang unser Boxer warm wie kalt weitaus spontaner an. Die Gasannahme aus dem Drehzahlkeller war ohne Verzögerung merklich runder und der Motor drehte auch im Leerlauf schneller. Die Umrüstung lohnt sich also! ...




OLDTIMER PRAXIS JULI / 1999

... die gesamte Umrüstung dauerte bei der BMW eine knappe halbe Stunde, dann wollten wir natürlich den Zündfunken auch mal sehen. Also steckten wir eine Kerze in den wasserdichten Stecker und ließen den Motor mit dem Anlasser drehen. Schon mit bloßem Auge war der deutlich intensivere, weiß aufblitzende Funke zu erkennen. Der Hersteller empfiehlt nach der Umrüstung eine Kontrolle des Zündzeitpunkts mit einer Stroboskopblitzlampe. Wir machten das und mußten minimal korrigieren.

... also gingen wir mit der BMW auf Testfahrt, mit folgenden Resultaten: Der Boxer sprang in kaltem und warmem Zustand sofort an, gerade bei warmem Motor brauchte er vorher etwas länger, bis er seine Arbeit aufnahm. Der Eindruck der spontanen Gasannahme bestätigte sich während der Probefahrt, vor allem aus niedrigen Drehzalen zog die Maschine ohne jedes Rucken kraftvoll durch. Das früher in diesen Situationen immer wieder mal festgestellte Motorklingeln war jetzt verschwunden, obwohl wir Normalbenzin getankt hatten. Nachdem das Triebwerk richtig warm war, mußten wir die Leerlaufeinstellung sogar etwas zurücknehmen. Fazit: Test bestanden!